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5. Brief
        Sogenannter tierischer Magnetismus.
        Leuchtende Pflanzen, Tiere, Menschen.
        Rechte und linke Seite der organisierten
        Wesen in odpolaren Gegensatze.


             

        Jetzt hört man wieder viel von dem wunderlichen Dinge, das schon um 1800 von Mesmer tierischer Magnetismus genannt wurde. Unsere Väter, unsere Groß- und Urgroßväter haben es mit Haut und Haar hinweggeworfen, und dennoch steht es immer wieder auf und will nicht sterben. Worauf beruht denn dieses zähe Leben? Auf "Lug und Trug und Aberglauben", als welche es ein berühmter Berliner Physiolog kurzweg abgefertigt hat? . . . Wir wollen einmal sehen, ob diejenigen wohlgetan, die nichts besseres wußten, als solche Rede nachzubeten.

        Fassen wir, es diesmal, ohne viel Präambel, gleich bei den Hörnern. Führen Sie einen guten Mittel- oder einen Hochsensitiven in die Finsternis der Dunkelkammer, nehmen Sie eine Katze, einen Vogel, einen Schmetterling, wenn er zu haben ist, und einige blühende Blumentöpfe mit. Nach Verlauf von ein paar Stunden werden Sie seltsame Dinge hören. Die Blumen werden aus dem Dunkel heraustreten und wahrnehmbar werden. Erst werden sie in Form einer verschwommenen grauen Wolke sich aus der Schwärze der allgemeinen Finsternis herausheben. Später werden sich darin hellere Stellen bilden. Endlich werden sie auseinander gehen, die einzelnen Blüten werden unterscheidbar werden, immer heller erscheinend werden Gestalten sich erkennen lassen; und als ich dem verstorbenen Professor Endlicher, dem berühmten Botaniker, der Mittelsensitiver war, einen solchen Topf vorgesetzt hatte, rief er mit erschrockenem Erstaunen: Es ist eine blaue Blume,es ist eine Gloxinie! Es war in der Tat Gloxinia speciosa, var. coerulea, die er in absoluter Finsternis gesehen und nach Form und Farbe erkannt hatte. Ohne Licht kann man aber in der Finsternis nichts sehen; Licht muß also dagewesen sein, um die Pflanze mit solcher Deutlichkeit wahrnehmen zu können, daß nicht bloß die Gestalt, sondern sogar die Farbe erkannt wurde. Und woher kam hier dies Licht? Es kam in der Tat aus der Pflanze selbst. Sie leuchtete! Fruchtknoten, Staubfäden, Staubbeutel. Blumenkronen, Schaft, alles zeigte sich feinleuchtend, selbst das Laub konnte, wenn auch matter, erblickt werden. Alles erschien in einer zarten Glut, die Genitalien am deutlichsten, der Schaft heller als das Laub. Ihr Schmetterling, ihr Vogel, ihre Katze - alle werden in der Finsternis zum Vorschein kommen, Teile derselben werden leuchtend werden und sich mit ihnen hin und her bewegen. Aber bald werden Sie von Sensitiven die Erklärung empfangen, daß er - Sie selbst sehe. Erst


        werden Sie ihm erscheinen wie ein ungestalter weißlicher Schneemann, bald wie ein Geharnischter mit hohem Helm, endlich furchtbar wie ein leuchtender Riese. Lassen Sie die sensitive Person ihre eigene Gestalt beschauen. Sie wird mit einiger Betroffenheit sich selbst leuchtend finden, nicht bloß ihre Arme, auch ihre Füße, ihre Beine, ihre Brust, ihren Leib durch die Kleider hindurch, alles wird sie in feiner Glut schimmernd erblicken. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf die Hände. Erst werden sie einem grauen Rauche ähneln, dann werden sie einen Schattenrisse auf schwach erhelltem Grunde gleichen-, endlich werden die Finger selbstleuchtend auftreten, sie werden das Ansehen haben, das sie gewinnen, wenn man seine Hand dicht vor eine Kerzenflamme hält. Wie durchscheinend. Die Hand wird länger erscheinen als sie wirklich ist; an jedem Finger wird sich eine leuchtende Verlängerung befinden, und es wird von feiner Spitze eine Leuchte außtrömen, die nach Umständen halb bis ganz so lang ist, als jeder Finger selbst. Die Hand wird durch diese feurigen Schweife, die an jedem Finger sich befinden, ihre wirkliche Länge um das Doppelte zu überschreiten scheinen. Am hellsten werden die letzten Gliedchen der Finger sein, und auch an diesen werden die Nagelwurzeln vorleuchten.

        Wenn die erste Verwunderung über diese bis jetzt verborgen gebliebene Selbstleuchte aller Menschen sich gelegt haben wird und Sie wollen die Frage auf ihre Farbe richten, so werden sie vielleicht mit neuer Überraschung hören, daß diese zwischen verschiedenen Teilen des Leibes nicht gleich sei, daß die rechten Hände in bläulichem Feuer leuchten, während die linken gelbrot erscheinen, und daß eben darum jene dunkler, diese heller seien, daß der gleiche Unterschied zwischen beiden Füßen stattfinde; daß selbst die ganze rechte Seite Ihres Gesichts dunkler, bläulicher sei als die linke, ja, daß die ganze rechte Seite Ihres gesamten Leibes bläulich und etwas dunkler, die ganze linke Seite aber rötlich-gelblich und merkbar heller sich darstelle. Unverzüglich muß Ihnen beifallen, daß Sie hier auf denselben Farbengegensatz von Blau und Rotgelb stoßen, der ihnen im Kristallicht, im Sonnenschein und in den Magnetflammen begegnet ist.

        Wird der Parallelismus, der sich zwischen kühlem und blauem Odlichte, wie zwischen blau und rotgelb überall einfand, auch beim Menschenlicht sich finden und beweisen lassen? Das halten Sie für zweifelhaft, und doch, wenn eine solche Tatsache sich nicht herstellen ließe, würde die Natur des Menschenlichtes rätselhaft darstehen. Ich habe mit dem fünfzigjährigen Tischler Bollmann in Wien, einem Mittelsensitiven (August 1845), folgenden Versuch gemacht: in seine linke Hand legte ich meine Rechte, so nämlich, daß unsere Finger sich kreuzten, aber kaum berührten. Nach einer Minute ersetzte ich meine Rechte durch meine linken Finger. So wechselte ich einige Male hin und her ab und erfuhr dabei, daß der Sensitive meine rechte blauleuchtende Hand kühler empfand als meine linke gelbleuchtende, welche ihm um vieles wärmer erschien. Das Gesuchte war gefunden. Ich wiederholte das Erforschte nach gerade mit mehr als hundert anderen Sensitiven in unzähligen
        Abänderungen, an denen es sich ebenso oft bestätigte. Dann dehnte ich es über Wangen, Ohren, Augen, Nasenflügel, ja über Zungenhälften in zahllosen Varianten aus; immer erhielt ich nur ein Ergebnis, daß mittels der linken sensitiven Hand die Rechte jedes Menschen, gleichviel ob männlich oder weiblich, kühler, die Linke dagegen wärmer empfunden wurde. Und somit sehen Sie, daß der Mensch von der Rechten zur Linken geradeso und mit den nämlichen Merkmalen dual ist, wie ein Kristall zwischen den Polen seiner großen Are, wie der Magnet zwischen seinem Nord und Süd, wie das Sonnenlicht zwischen Blau und Rotgelb. Und da die Wirkungen mit ihren Merkmalen dieselben sind, so haben wir ein Recht zurückzuschließen, daß auch die Ursachen dieselben sein werden; und dies ist folglich, daß auch der Mensch Od emaniert, und gerade in denselben zweierlei Formen, wie wir sie in allen anderen Odquellen bisher beobachtet haben. Ich habe Katzen, Hühner, Enten, Hunde, Pferde, Rinder auf dieselbe Weise prüfen lassen, sie wurden alle ebenso gefunden. Pflanzen, die ich von der Wurzel bis zu den Blättern hinaus untersuchen ließ, zeigten sich denselben Gesetzen untertan. Alles also, die ganze organische lebendige Natur leuchtet und überfließt von strömendem Reichtum an odischem Dynamid, und wenn Sie diese weitumfassende Tatsache in ihrer unermeßlichen Tragweite durch das All der Schöpfung überschauen wollen, so wird Ihnen ein neuer Tag anbrechen für das, wovon man einen kleinen Bruchteil bis jetzt ebenso uneigentlich als unpassend tierischen Magnetismus genannt hat. Ich werde es versuchen, durch dieses verworrene Gebiet, jetzt mit der Leuchte der Theorie in der Hand, mit Ihnen einen raschen Durchflug zu machen: den Schlüssel zur Pforte habe ich Ihnen soeben ausgeliefert.

        6. Brief
        Menschenod.
        Beispiele von mancherlei odischen Paarungen aus
        dem täglichen Leben.


             

        Sie haben gesehen, daß, wenn ich in eine sensitive linke Hand meine Rechte lege, ein Gefühl von angenehmer Kälte erregt wurde; wenn ich aber mit meiner Linken daßelbe tat, unangenehme Wärme, lauwidrige Empfindung entstand. Man kann dies umkehren und kann in die sensitive rechte Hand eine Linke legen, es wird dies kühlig angenehm empfunden; tut man es mit einer Rechten, so wird lauwidriges Gefühl eintreten. Dies gibt ein Gesetz: odisch gleichnamige Händepaarungen (Linke in Linker oder Rechte in Rechter) sind laudwidrig; odisch ungleichnamige Händepaarungen (Rechte in Linker) sind kühl und angenehm. Nun bitte ich Sie, sich aus meinen ersten Briefe der Bemerkung zu entsinnen, daß es Leute gebe, denen es widerwärtig sei, wenn man ihnen die Hand reiche, und die sich losreißen, wenn man die dargebotene Hand eine zeitlang festhalte. Man reicht sich aber einander nach üblicher Sitte immer die rechten Hände, man macht also eine odgleichnamige Händepaarung. Diese ist lauwidrig, wird den Sensitiven peinlich und sofort schnell unerträgglich, sie machen sich los.

        Gehen Sie auf diesen Weg weiter, setzen Sie Ihre rechten Finger auf den linken sensitiven Arm, auf die Schulter, unter die Achsel, an die Schläfe, in die Lende, auf das Knie, den Fuß, an die Zehenspitzen, überall auf der linken Seite des ganzen sensitiven Leibes werden Ihre rechten Finger kühl und wohlbehaglich empfunden werden: es sind lauter ungleichnanige Paarungen. Tun Sie daßelbe auf der rechten Seite mit ihren linken Fingern, so werden Sie die nämlichen Gefühle von Kühle erzeugen: es sind ebenfalls ungleichnamige Paarungen. Vollbringen Sie aber all diese Berührungen auf der sensitiven Linken mit Ihren linken Fingern, oder auf der sensitiven Rechten mit Ihren rechten Fingern, so wird alles lau empfunden werden und jede Berührung unangenehm sein: es sind lauter gleichnamige Paarungen. Setzen Sie meine Angaben auf die Probe und wählen Sie dazu eine andere Form von Paarung aus dem gemeinen Leben. Stellen Sie sich neben einen Sensitiven, so dicht wie die Soldaten, wenn sie in Reih und Glied stehen, Ihre ganze rechte wird dann die ganze sensitive linke Seite berühren; darüber werden Sie nichts Mißfälliges hören. Nun aber kehren Sie sich auf Ihrer Stelle um, so daas Ihre Linke die linke Seite des Sensitiven berührt. Unverzüglich wird Beschwerde laut werden, er wird lauwidriges Mißbehagen fühlen, und wenn Sie sich nicht bald wieder umwenden,so wird er nicht aushalten, sondern zurücktreten. In ersten

        Fall bewirkten Sie eine ungleichnamige, im zweiten eine gleichnamige Paarung.

        Wählen sie ein anderes Verhältnis. Stellen Sie sich dicht hinter Ihren Sensitiven, Ihre Vorderseite seinem Rücken zugekehrt; oder ebenso vor ihn, Ihren Rücken seiner Vorderseite zugekehrt. In beiden Fällen kommt Ihre rechte Seite zunächst an die sensitive rechte Seite zu stehen, und gleichzeitig ihre Linke an seine Linke. Dies sind beiderseits odgleichnamige Paarungen. Der Sensitive hält sie nicht aus, und wenn Sie die Situationen nicht schnell ändern, so ändert er sie, indem er weggeht. Hier muß ich Sie wieder um einen Rückblick auf die Stelle meines ersten Briefes bitten, wo ich Sie darauf aufmerksam machte, daß es Menschen gibt, die es durchaus nicht vertragen, wenn jemand nahe hinter ihnen oder vor ihnen steht, die deshalb alle Volksaufläufe, alle Menschenhaufen, allen Markt fliehen. Sie sehen nunmehr, wie sehr sie Grund dazu haben.

        Ich kenne Junge, kräftige und lebhafte Männer, welche nicht gern reiten. Das ist doch beinahe wider die männliche Natur: der Jugendkraft ist das Tummeln eines Pferdes Hochgenuß. Aber auf dem Pferde reitend kehrt man dem Tiere die odgleichnamigen Seiten zu. Der Fall ist also ganz ebenso, wie wenn man den Rücken eines Menschen dicht vor sich hat. Die Männer, bei welchen ich diese Abneigung fand, waren alle sensitiv; als Beispiele darf ich die Freiherren August und Heinrich von Oberländer nennen. Ebenso gibt es Frauen, welche kein Kind auf dem Rücken zu tragen im Stande sind, auch nicht einige Minuten zum bloßen Scherze. Dieser Fall ist nahezu der gleiche mit dem vorigen; er kommt überein mit dem, wo man jemand dicht hinter sich hat; diese Frauen sind immer Sensitive.

        Viele Menschen sind schlechterdings nicht im Stande, zu zweien in einen Bett zu schlafen; die mauvais coucheurs sind sprichwörtlich. Der Grund ist nach dem Erörterten einleuchtend. Aber auch die allgemeine Sitte aller Kulturvölker, der Person, welcher man den Vorzug einräumt, die rechte Seite zuzugestehen, indem man sich auf ihre linke stellt, links sich neben sie setzt, am linken Arm sie führt, findet ihre tiefe Begründung in unserer odischen Natur. Man sagt zwar, dies geschehe um der bevorzugten Person die rechte Hand frei zu lassen. Dies mag seinen Anteil an dieser Sitte haben, allein ungleich schwerer in die Wagschale fällt hier der Einfluß der Sensivität. Wenn zwei Menschen seitwärts nahe aneinander stehen, so verladen sie von ihrem Ode gegenseitig auf einander. Der, welcher rechts steht, erhält vom linksstehenden odnegative Zuladung; der, welcher links steht, vom andern odpositive. Es gewinnt also der Rechte an Negativität so viel, als der linke davon verliert; andererseits gewinnt der Linke so viel an Positivität, als der Rechte auf ihn ablädt. Nun ist aber Zustand der größten odischen Negativität, wie Sie wissen, der kühlere und angenehmere, der der größeren Positivität der lauere und widrigere. Die Frau also, die wir rechts stellen, gewinnt an Wohlbehagen eben so viel, als der


        Mann links an Mißbehagen auf sich nimmt. Der Schlüssel zu dieser uralten Sitte liegt also nicht bloß im Herkommen, sondern er findet sich im Innersten unseres Naturells. Dies geht soweit, daß etwas stark sensitive Personen auf der linken Seite gar nicht auszuhalten vermögen. Solche Fälle kommen im menschlichen Leben unzählig viele in tausend Verbindungen und Abänderungen vor; sie lassen sich alle nach dem hier entwickelten Gesetze erklären und beurteilen. Man wird aber durchaus erkennen, wie wohlbegründet oftmals die Ansprüche der Sensitiven auf Rücksichtnahme und Schonung sind.


        7. Brief
        Mesmerismus und Od, dieses als Weltkraft, jener als ihre spezielle
        Anwendung und Benützung in der Heilkunst.
        Der Strich. Das
        Verfahren der Ärzte.

             

        Sie werden mich nun fragen, was denn - von unserem Gesichtspunkte aus - das sogenannte Magnetisieren eines Menschen sei, und werden daßelbe vielleicht als den Angelpunkt ansehen, um den sich meine Briefe drehen. Dies ist nun zwar auf keine Weise der Fall, dennoch ist es eine sehr beachtenswerte Seite der odischen Erscheinungen. Es hat eine weite praktische Bedeutung gewonnen und zu dem geführt, was man Mesmerismus nennt, das ist zu einer von Dr. Mesmer in die Medizin eingeführten Methode, das odische Dynamid zum Heilungsverfahren in Krankheiten zu benützen. Mesmer, nach dem Stande der Naturwissenschaft seiner Zeit, hielt es für Magnetismus und nannte es tierischen Magnetismus. Die Ausdrücke Od und Mesmerismus werden einander nicht im Wege stehen: der eine gehört in die Physik und bezeichnet eine Weltkraft; der andere gilt einer speziellen Anwendung dieser Kraft in der Therapie und gehört der Heilkunde.

        Lassen Sie uns hier an den fünften dieser Briefe anknüpfen, wo ich Sie einlud, mit der Leuchte der gewonnenen Therorie in der Hand im raschen Durchfluge durch das verworrene Gebiet jenes sogenannten tierischen Magnetismus mich zu begleiten.

        Sie wissen, daß, wo immer Sie mit Ihren Fingern einen Sensitiven berühren, eine fühlbare und im Finstern sichtbare Einwirkung auf ihn ausgeübt wird. Es ist aber nicht einmal notwendig, daß diese Berührung wirklich vollzogen werde, schon die bloße Annäherung Ihrer Finger bringt erhebliche Wirkungen hervor. Die Ausströmung, welche im Dunkeln sichtlich Ihre Finger weit überragt, erreicht unverzüglich den Körper, dem sie genähert werden, und wirkt auf ihn ein. Auf mehrere Zoll Abstand können Sie noch sehr kräftige Reize hervorbringen: aber auch auf einen Fuß, selbst mehrere Fuß Entfernung werden sie von Mittelsensitiven noch empfunden. Bei Hochsensitiven aber geht dies weit, auf Zimmerlänge, ja ich habe viele Fälle gehabt, wo die Wirkung auf die überraschende Weite von zwanzig, dreißig und mehr Schritten sich noch deutlich fühlbar machte.

        Bis hierher betrachteten wir nur stillstehende Berührungen, Paarungen ohne Bewegung. Nun aber lade ich Sie ein, mit Ihren Fingerspitzen oder mit Ihrer flachen Hand oder mit einem Kristallpol oder mit einem Magnet von irgend einer Stelle am Leibe des Sensitiven zu irgend einer anderen eine Fortbewegung zu machen. Setzen Sie z.B. Ihre rechten Fingerspitzen
 auf die linke Schulter Ihres Sensitiven und streifen Sie damit gelinde und langsam herab bis ins Ellenbogengelenk, oder wenn Sie wollen, den ganzen Arm hinab bis über die Finger hinaus. Wie bisher bei den unbeweglichen Berührungen, so hier bei der fortbewegten Berührung werden Sie auf der ganzen Linie herab eine Einwirkung hervorbringen, Sie werden einen kühlen Streifen bewirken, den man als eine Kette von unzählig vielen kühl gemachten Punkten betrachten kann. Dies nennen die Ärzte einen Strich. Tun Sie daßelbe auf anderen Stellen, über die linke Kopfseite, den linken Leib, den linken Fuß herab bis über die Zehen hinaus, so werden Sie entlang eine kühle Empfindung hinterlassen. Vollbringen Sie dieselben Bewegungen mit Ihrer linken Hand über die rechte Seite hinab, so erzeugen Sie hier die nämlichen Wirkungen wie dort; es sind beides ungleichnamige Paarungen. Nehmen Sie endlich Ihre beiden Hände zugleich und führen Sie beide angegebene Striche rechts und links zumal über den Sensitiven von der Stirn bis zu den Fußzehen hinab, so wird der ganze so gestrichene Mensch ein angenehmes Kältegefühl und Ruhegefühl über sich kommen sehen. Und dies nun, was Sie soeben getan haben, das ist es, was die Jünger Mesmers und alle sogenannten magnetischen Ärzte einen animalisch-magnetischen, einen mesmerischen Strich nennen. Sie können jetzt magnetisieren.

        Es ist hierbei, wie Sie leicht einsehen, im wesentlichen gleichgültig, ob Sie den Strich mit den Händen oder mit Kristallpolen oder mit Magneten machen, ob Sie ihn unmittelbar auf der nackten Haut, über Kleider, aus Abstand einer halben Spanne, einer Elle oder mehr vollziehen. Immer wird der Art nach gleiche Wirkung erzeugt werden, nur der Stärke nach wird sie mit dem wachsenden Abstand abnehmen.

        Der Einfluß also, den fremde, ungleichnamige Odemanationen auf die Seiten eines Sensitiven nehmen, macht das Wesen des sogenannten Magnetisierens aus. Wenn Sie es in der Finsternis tun, so sehen die Sensitiven die feurigen Büschel der streichenden Finger oder Pole über sich herabstreifen; sie sehen ferner da, wo diese Flammen gerade hinströmen, auf ihrem eigenen Leibe einen in stärkere Leuchte geratenden Fleck entstehen, der mit dem leuchtenden Erreger über sie hinunter läuft. Aus dieser Lichterscheinung sowohl als aus dem erzeugten Kühlegefühl erkennen Sie klar, daß der Streichende auf den Organismus des Gestrichenen einen Reiz ausübt, und zwar einen, den man einen bedeutungsvollen nennen muß: daß das Od, das mit blauem Lichte ausströmt, auf die Träger des Odes mit rotem Lichte, das ist ungleichnamiges auf ungleichnamiges, in ganz eigener Weise erregend einwirkt, und da der menschliche Leib ein starker Träger von Od ist, odisches Wesen mithin mächtigen Anteil an seinem Tiefinnersten hat, so begreift es sich, daß odische Striche tief in die psysische und geistige Ökonomie des Menschen eingreifen können. Erzeugung von Schlaf oder von Unruhe; Einflüsse auf krankhafte Störungen im Leibe, nützliche und schädliche Einwirkungen durch "Händeauflegen, Bestreichen und dergleichen" sind daher nicht ein "bedauernswertes Irrsal von Lug und Trug und Aberglauben", wie man anderwärts behaupten zu können vermeint, sondern sehr


        naturgesetzliche und in der Erfahrung wohlbegründete physiologische Tatsachen. Nur diejenigen, welche sich nie die Mühe haben geben mögen, sie zu prüfen, können solch unreife Urteile darüber sich entschlüpfen lassen.

        Fragen Sie mich aber nach dem wirklichen Gewinne, den die Heilkunde aus dem odischen Streichverfahren zieht, so hege ich zwar die Überzeugung, daß er unermeßlich groß werden kann, wenn die Physik und Physiologie des Odes erst entwickelt sein wird, verberge jedoch nicht das Bekenntnis, daß er mir bis jetzt noch ziemlich eingeschränkt und unsicher erscheint. Hört und liest man die Magnetiseure, so sind sie freilich, wie Mesmer schon vor 30 Jahren, so noch heute im Stande, fast alle Krankheiten zu heilen. Jeder Arzt, zu welcher Schule er immer gehören mag, bildet sich ein, wenn der Kranke gesundet, er und seine Kunst allein habe ihn geheilt; warum sollte der magnetische Arzt weniger Selbstzufriedenheit nähren? Wir anderen wissen wohl, daß unter zwanzig Genesenen neunzehn von selbst oder wohl trotz des Arztes wieder auf die Beine kommen. Soviel indes habe ich im allgemeinen als sicher gefunden, daß auf jedem Fleck des menschlichen Körpers, auf welchen man eine Hand legte oder bewegte, und zwar in odungleichnamiger Paarung, eine Steigerung der Lebenstätigkeit statthatte, und zwar nicht bloß eine oberflächliche, sondern eine, die bald tief hineinwirkte bis auf die innersten Organe. Wo also örtliche Erschlaffung statthat, dahin kann man Belebung und erhöhte Tätigkeit leiten. Dies ist ein großes und vielumfaßendes allgemeines Ergebnis, das einsichtige Ärzte zu würdigen wissen werden. In Krankheiten, die mit Somnambulismus, Katalepsie, Mondsucht und ähnlichen Nervenzuständen verbunden sind, zeigt sich odische Behandlung überraschend wirksam. Im besonderen alsdann erachtete ich den Einfluß des Odes auf Krämpfe für entschieden; ich habe sie unzähligemal willkürlich gestillt und willkürlich hervorgebracht. Aber wenn ich Ärzte am Krankenbette operieren sah, so habe ich sie, mit seltener Ausnahme, solche aller gesunden Physik des Odes zuwiederlaufende Sprünge machen sehen, daß es ganz unmöglich war, daß hieraus etwas Ersprießliches für den Kranken hervorgehen konnte. Ohne irgendwelche Kenntnis von dem Wesen und von den Gesetzen einer so verwickelten Kraft wie das Od; ohne alle Rücksicht auf die dualen Gegensätze in Streicher und in Gestrichenem; ohne Erwägung, wie vollständig der eine Pol den Wirkungen des andern entgegentritt und sie aufhebt; auf dem Wege eines fast blinden Tatonnements, was konnte da bis jetzt irgend Solides gewonnen werden? Hoffen dürfen wir aber, daß, wenn die Natur des Odes und seine Komplikation mit den Kräften des lebenden Organismus durch gründliche Forschungen erkannt und wissenschaftlich entfaltet sein wird, auch unsere Ärzte anfangen werden, an die Stelle des bisherigen Herumtappens ein rationelles Verfahren zu setzen, die Wirksamkeit des Odes auf den kranken Leib unter feste Gesetze zu bringen und für die Welt einiges verläßliche Heil aus diesen außerordentlichen Dingen zu ziehen, wie sie es schon so lange mit Recht davon erwartet.

        8. Brief
        Der Chemismus. Die Verdampfung mit der Destillation.
        Die Gährung und Fäulnis. Grablicht.

             

        Ich habe ihnen bereits gezeigt, was man unter animalischem Magnetismus versteht. Es ist keine magnetische, sondern eine odische Einwirkung auf den menschlichen Leib, die durch zahlreiche andere Odträger ebenso gut und mitunter viel besser ausgeübt wird als durch den Magnet, der dabei auch nur als gelegentlicher Odträger und nicht als Magnet wirkt. Lassen wir daher das unpassende Wort "tierischer Magnetismus" als obsolet fallen. Es stammt aus einer Zeit, wo man von diesen Dingen die dunkelsten und verworrensten Vorstellungen sich machte, und verträgt sich nicht mehr mit dem jetzigen Stande wissenschaftlicher Aufklärung darüber. Ehe ich Sie jedoch auf dieser Seite weiter in die Tiefe der Sache hineinführe, muß ich Sie zuvor mehr mit dem Umfange des Odes in der Natur bekannt machen.

        Sie kennen Od, das ewig und unveränderlich aus unbekannter Ursache fortströmt, aus den Kristallpolen. Sie kennen solches, das aus allmählich sich schwächendem, aus schwindendem Quell herkommt, aus Stahlmagneten. Sie kennen endlich solches Od, das aus vergänglichem, aber lebendigem Borne quillt, aus organisch belebtem. Jetzt will ich Sie zu augenblicklich aufflammendem führen, das rasch wieder erlischt, und das ist das aus dem chemischen Hergange, dem Chemismus sage ich, hier wohl zu unterscheiden von Affinität, welches die chemische Kraft bezeichnet.

        Öffnen Sie eine Flasche Champagner im Finstern Ihrem Sensitiven. Mit freudigem Erstaunen wird er einen Feuerstrahl sehen, der vom Flaschenmunde bis zur Zimmerdecke dem Fluge des Stöpsels folgt. Dann wird die ganze Flasche in heller Weißglut erscheinen, als ob sie aus leuchtendem Schnee wäre, und über ihr wird eine lichte wallende Wolke spielen. Da sie von all dem köstlichen Feuerwerk nichts sehen, so wissen Sie schon, daß es ein odisches Phänomen ist, und wollen Sie es verstehen, so folgen Sie mir auf einigen Versuchen. Werfen Sie im Finstern einen Löffel von feinzerstoßenen Zucker oder abgeknistertes Kochsalz in ein Glas Wasser. Von beiden sah Ihr Sensitiver vorher wenig, vielleicht nichts; so wie Sie sie aber im Wasser miteinander umrühren, wird er unverzüglich das Wasser samt dem Glase leuchtend werden sehen. Hält er es in der linken Hand, so wird er es stark kalt werden fühlen. Die bloße einfache Lösung also entwickelt Od, sie ist ein Odquell.

        Stellen Sie einen Eisendraht, Kupferdraht, Zinkdraht in ein Glasgefäß, worin verdünnte Schwefelsäure ist. Der ganze Draht wird in
 eine Art von Glut geraten, und aus seinem oberen Ende wird schnell eine Lichterscheinung heraustreten, der Form nach ziemlich ähnlich der Flamme einer gewöhnlichen Kerze, nur unendlich schwächer an Leuchtvermögen. Die Sensitiven verglichen sie mir oftmals mit den feinen, kaum sichtbaren Saume, in welchen eine gewöhnliche Kerzenflamme gehüllt ist und in dem die eigentliche Verbrennung vorgeht. Oben wird sie in Rauch mit vielen feinen Fünkchen übergehen, die vertikal in die Höhe strömen. Der Draht wird in der sensitiven Linken viel kälter erscheinen, als er zuvor war. Die Auflösung ist also ebenso ein Odquell. Machen Sie mit Brausepulver ein Sauserwasser. Erst lösen Sie im Finstern das doppeltkohlensaure Natron in einem halben Glase Wasser; alsbald wird es leuchten . In einem anderen halben Glase Wasser lösen Sie die Weinsteinsäure; es wird ebenfalls und noch stärker leuchtend werden. Wenn nach einigen Minuten beide wieder dunkel geworden, gießen Sie die Lösungen zusammen. Augenblicklich wird das Gemisch hellauf leuchtend werden, in der linken Hand eiskalt erscheinen, und eine mächtige, hellweißliche Wolke wird über dem Glase sich auftürmen. Die chemische Zerlegung also entwickelt heftig reichliches Od. - Machen Sie eine Lösung von Bleizucker und gießen Sie eine Lösung von Alaun hinein: augenblicklich wird die ganze Flüssigkeit im Finstern sichtbar erscheinen. Führen Sie von einem Voltaschen Apparate die beiden Polardrähte ins Wasser. Sobald die Zerlegung beginnt, wird Ihr Sensitiver das Wasser leuchtend und zunehmend heller werden sehen, das Gefäß aber wird er in der Linken kalt finden. Alle chemische Aktion also entwickelt Od. Der Chemismus ist ein heftiger, plötzlich auftretender Odquell, der aber unverzüglich wieder versiegt, so wie das Spiel der Affinitäten sein Ende hat.

        Wenn von einer Flasche Alkohol, besser Äther, Schwefelkohlenstoff, Ätzammoniak, am besten von reinem Rupion von 0,65 spez.Gewicht, im Finstern der Stöpsel abgenommen wird und die Luft unter Abhaltung von Atemzügen ruhig ist, so sieht eine sensitive Person eine leuchtende Säule aus der Mündung lotrecht emporsteigen, um so rascher, je größer die Tension der Substanz ist. Während dies geschieht, wird auch die Flüssigkeit im Gefäße leuchtend. Aber nicht nur Stoffe, deren Verflüchtigung so rasch ist wie der genannten, sondern auch andere Körper, wie Quecksilber mit seinem äußerst schwachen Verdunstungsvermögen, treiben durch die Flaschenöffnung einen leuchtenden Rauch aus. Feste Stoffe, wie Kampfer, verhalten sich ebenso-, besonders ist es Jod, welches einen helleuchtenden Rauch ausstößt und gleichzeitig für sich leuchtend wird. Die Verdunstung und Verdampfung also, und folglich die Destillation geht unter beständiger Odentwicklung vor sich.

        Jede gährende Zuckerflüssigkeit leuchtet beständig fort; die Luftblasen steigen darin wie glühende Perlen auf. Der jährende Weinmost ist eine solche chemisch tätige Flüssigkeit, die fortwährend in Leuchte steht. Das Aufgehen Ihres Champagners in Feuer und Flammen werden sie sich ohne mein Zutun erklären.


        Aber auch die Fäulnis ist ein Gährungsprozeß; alles Faulende wird darum leuchtend. Das wissen wir zwar alle längst aus der Lehre von der Phosphoreszenz; aber wie nahe diese das Odlicht angeht, haben wir noch nicht besprochen, und wenn wir Nichtsensitive an faulenden Stoffen keine Spur von Phosphoreszenz mehr wahrnehmen, so stehen sie doch für die Sensitiven in vollem Lichtglanze.

        Und da wir eben an der Verwesung sind, so haben wir nicht weit zu den Verstorbenen. Folgen Sie mir einen Augenblick ins Reich der Toten, auf mein Wort, Sie schnell zurückzuführen, bereichert mit einem lehrreichen Blick in ihr nächtliches Treiben. Sie wissen doch, daß die abgeschiedenen Seelen der Verblichenen eine zeitlang feurig auf ihren Gräbern herumwandeln, bis sie alles Irdische, das sie diesseits noch anging, gelöst, gesühnt, und die ewige Ruhe gefunden haben? Sie schauen mich zweifelhaft an? Mir aber ist es Ernst, denn diese Geister werden ja gesehen, Sie können genug der Zeugen vernehmen. Sie werden aber auch von Ihrer Amme gewiß gehört haben, daß es nicht jedermann gegeben sei, Gespenster und Seelen der Abgeschiedenen zu sehen, sondern daß nur gewisse Menschen auserwählt seien, ihrer ansichtig zu werden. Dies alles fiel mir warm aufs Herz, als ich mit guten Sensitiven über Fäulnis von Fischen arbeitete. Ich wollte wissen, ob ich mit den feurigen Toten nicht Bekanntschaft machen könnte. Fräulein Leopoldine Reichel willigte ein, in einer recht finsteren Nacht auf den Friedhof von Grinzing bei Wien, von meiner Wohnung nicht allzufern, geführt zu werden. In der Tat sah sie (November 1944) auf mehreren Gräbern feurige Erscheinungen. Darauf nach den ungeheuren Leichenhöfen von Wien gebracht, sah sie eine Menge Totenhügel mit beweglichen Leuchten besetzt. Sie machten gleichförmige Bewegungen hin und her, fast wie Reihen Tanzender oder exerzierender Soldaten. Einige waren groß, fast wie Männer, andere klein, am Boden kriechend wie zwerghafte Kobolde. Alle aber waren in den Reihen der Jüngeren Gräber, die alten Grabhügel trugen keine feurige Bewachung. Fräulein Reichel ging schüchtern und langsam darauf zu. Mit ihrer Annäherung zerflossen die menschlichen Gestalten: sie erkannte, daß es nichts anderes als leuchtende Nebel waren, wie sie in meiner Dunkelkammer tausendfältig gesehen. Nun wagte sie sich heran, sie fand nichts als hellen Dunst. In einen davon ging sie unerschrocken hinein: er ragte ihr bis an den Hals, sie konnte ihn mit den Bewegungen Ihres Kleides zerwehen. Der Tanz und das exerzieren lösten sich auf in die Bewegungen des Windes, der mit allen diesen Leuchten gleichförmig gespielt hatte. Ein andermal schickte ich vier sensitive Personen auf den Friedhof zu Sievering. Es war so finster, daß auf den Wege dahin mehrmals einige zu Boden fielen. Aber bei den Gräbern angekommen, sahen alle die feurigen gespenstischen Gestalten mehr oder minder stark, je nach der verschiedenen Höhe ihrer sensitiven Reizbarkeit. Sie fanden es wie leuchtende Luft auf jungen Gräbern. Eine von Ihnen zeichnete mit ihren Stockschirme Figuren in solche Grabhügel; die Striche blieben in verstärkter Leuchte über der aufgeritzten Erde zurück. Was war, was ist nun das? Gar nichts anderes
als die faulenden Miasmen, welche die Gräber aushauchen und die über ihnen in die Luft aufsteigen, wo der Wind mit ihnen spielt und die Furchtsamkeit ihre Schwankungen im Luftzuge wie Tänze lebendiger Geister ausdeutet. Es ist kohlensaures Ammoniak, Phosphorwasserstoff und andere bekannte und unbekannte Verwesungsprodukte, die bei der Verdunstung Odlicht entwickeln. Es ist einfach und klar Chemismus, der die Leichen zersetzt, sie teilweise gasifiziert und leuchtend in die Luft aushaucht. Ist die Verwesung zu Ende, so hören die Leuchten auf, die Toten sind gesühnt und kehren ein zur ewigen Ruhe. Aber, mein Freund, bei unseren alten Weibern haben wir etwas gut zu machen, ein Unrecht ihnen abzubitten. Die feurigen Geister über den Gräbern existieren also doch in Tat und Wahrheit; ihr Dasein kann nimmer geleugnet werden; wir müssen wohl oder übel es ihnen einräumen,und sie behalten Recht. Ja sogar, daß die Gespenster nicht von jedermann gesehen werden, sondern nur von Auserwählten (den Sensitiven), auch davon müssen wir beschämt die Wahrheit eingestehen. Nicht ihre Schuld ist's, daß wir so lange nicht begriffen, was sie uns seit Jahrtausenden beteuerten.